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Steuern

Steuern sind meist die wichtigste Einnahmequelle des Staates, mit dem er seine sozialen und gesellschaftlichen Ausgaben finanziert.

Geschichte der Steuer

Siehe Historische Steuern und Wikipedia.

Steueraufkommen und -verwendung

Die gesamten Einnahmen eines Staates auf Steuern bezeichnet man gemeinhin als Steueraufkommen. Dieses Steueraufkommen setzt sich aus allen verschiedenen Steuerarten zusammen. Das Bundesamt für Statistik veröffentlich die ungefähren, gerundeten Einnahmen auf seiner Homepage.

Die Steuerverwendung ist nicht je Steuerart festgelegt. Viel mehr ist das Steueraufkommen ein Topf – in der Politik auch Etat oder Haushalt genannt – aus dem der Staat für seine Ausgaben die Geldmittel entnimmt. Jedoch ist die Verteilung der Steuern auf Bund, Länder und Gemeinde geregelt.

Die Steuerverwendung ist vor allem am Beispiel des Solidaritätszuschlags deutlich sichtbar. Eingeführt um die neuen Bundesländern finanziell zu unterstützen, wird nun schon lange seine Abschaffung gefordert, da die Mittel nicht mehr (nur) in die neuen Bundesländer fließen.

Steuerpflicht und -schuld

Siehe Steuerpflichtiger, -schuldner und -zahler.

Steuererhebung und Zweck

Die Finanzverwaltung, gegliedert in drei Ebenen, erhebt in Deutschland die Steuern. Es gibt weiterhin Unterschiede in der Erhebung durch die Bundes-, die Landes- oder die Gemeinebehörden.

Die Steuern dienen dem Staat nicht nur als Einnahmequelle. Auf bestimmte (Luxus-)Güter werden Steuern erhoben, um deren Kauf oder Gebrauch einzuschränken. Sie stellen somit auch eine „Erziehungsmaßnahme“ für die Gesellschaft dar. Das beste Beispiel bieten Tabak– und Biersteuer, mit denen der Genussmittelkonsum eingeschränkt werden soll.

Steuerhinterziehung und -verweigerung

Einteilung der Steuern

Siehe Einteilung der Steuern.

Kritik

Steuern stellen einen ständigen Kritik- und Streitpunkt in der Politik dar. Vor allem in Hinsicht auf Gerechtigkeit und Gleichheit werden die Steuern kontrovers diskutiert – teilweise sogar vor Gerichten. Steuererhöhung und -senkung sowie Neu- oder Wiedereinführung einer Steuer dienen den Parteien, auch in Deutschland, als politisches Druck- oder Wahlkampfmittel (z. B. die Wiedereinführung der Vermögensteuer).

Viele politische Widerstands- oder Reformbewegungen fordern die Senkung oder gar Abschaffung der Steuern als Zwangsmittel zur Einnahmenerzielung. Den Argumenten dieser Organisationen nach, verstoßen Steuern gegen das Demokratieverständnis.

Auch in anderen Sozialstaaten, wie zum Beispiel den Vereinigten Staaten, kommt es zu Widerständen gegen Steuern als „gesellschaftliches und politisches Zwangsmittel“. Hierbei ist vor allem die unter Abraham Lincoln eingeführte Einkommensteuer während des Sezessionskrieges zu erwähnen. Vor allem Anti-Kriegsbefürworter kritisieren den Zusammenhang dieser Steuerart.

Einzelnachweise

  1. http://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__3.html

 

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