Nationaler Hintergrund wirkt sich auf den Führungsstil aus

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Nationaler Hintergrund wirkt sich auf den Führungsstil aus

Hogan  Assessment  Systems  hat  die  Persönlichkeit  und  Werte  von  mehr  als  11.000

Europäischen  Managern  und  Geschäftsführern  untersucht  und  festgestellt,  dass  die nationale  Herkunft  die  Werte  der  Führungskraft  und  die  Unternehmenskultur,  die  sie schaffen,  beeinflussen  kann.  Kulturelle  Vielfältigkeit  spielt  bei  jedem  Arbeitsplatz eine wichtige  Rolle.  In  einem  multinationalen  Umfeld  können  Werte,  die  mit der nationalen Herkunft  beispielsweise  eines  Vorstandes  in  Verbindung  gebracht  werden,  für  das Personalmanagement bedeutend sein.

Eine neue Studie, die von Hogan – einem globalen Unternehmen für Persönlichkeitsverfahren – durchgeführt   wurde,   ergab,   dass   es   Abweichungen   in   Bezug   auf   Führungswerte   und Unternehmenskultur   zwischen   den   Nationen   gibt.   Die   Studie   verglich   die   individuellen Motivatoren von über 11.000 Managern und Führungskräften in sieben europäischen Ländern: Frankreich, England, Deutschland, Dänemark, Niederlande, Belgien und Schweden.

Hogan sammelte Daten mit Hilfe von zahlreichen Persönlichkeits- und Werte-Assessments und fand die größten Unterschiede zwischen den nationalen Ursprüngen für Werte aus dem MVPI (Motives,  Values,  Preferences  Inventory).  Die  untersuchten  Aspekte  bzgl.  des  MVPI  sind Ästhetik,    Verbundenheit,    Selbstlosigkeit,    Profitstreben,    Genussstreben,    Machtstreben, Anerkennung, Wissenschaftsorientierung, Sicherheitsstreben und Tradition.

Französische Manager zeigen hohe Werte in der Dimension Ästhetik, d.h. bei ihnen liegt der größte  Schwerpunkt  auf  Innovation,  Kreativität und Aussehen. Auch in der Dimension Macht zeigen  sie  hohe  Ausprägungen und legen im Gegensatz zu anderen Führungskräften hohen Wert auf Karrierefortschritt und Führungspositionen. Auf der Skala ​Verbundenheit (zusammen mit   Deutschland,   Belgien   und   Dänemark)   sind   die  Prozentrangwerte  hoch,  was  darauf hindeutet, dass sie Wert auf soziale Interaktionen legen und es vorziehen in Teams zu arbeiten.

Britische   Manager   erreichen   bzgl.   der   Dimension   Altruismus   hohe   Ausprägungen,   was bedeutet,  dass  sie  Wert  darauf  legen  anderen  zu  helfen  und  dass  sie  kundenorientierte Umgebungen  bevorzugen.  Auch  bzgl.  des  ​Genussstrebens  ​(zusammen  mit  Führungskräften aus  Belgien  und  Frankreich)  punkteten  sie  hoch,  was  bedeutet,  dass  sie  Spaß  und  offen denkende Arbeitsumgebungen bevorzugen.

Deutsche Manager hatten keine auffälligen Ausprägungen auf fast allen Skalen des MVPIs. Die einzige Ausnahme war ​Verbundenheit​, wo sie die zweithöchste Ausprägung zusammen mit den französischen Führungskräften hatten, was darauf hindeutet, dass sie es vorziehen mit Anderen und in Teams zusammenzuarbeiten und soziale Interaktion zu schätzen wissen.

Schweden hat die niedrigsten Prozentrangwerte auf den Skalen ​Profitstreben,​ ​Genussstreben​, Macht​streben und Anerkennung, was darauf hindeutet, dass sie eher geeignet sind in flachen

Hierarchien und in Teams effektiv zu arbeiten, indem sie statt Wettbewerb die Zusammenarbeit wählen.

Die Führungspersönlichkeiten aus all diesen Ländern erreichten relativ niedrige Werte in den Dimensionen  Tradition  und  ​Sicherheitsstreben​,  was  durch  die  allgemeine  westeuropäische Führungshaltung   erklärt   werden   kann,   die   Flexibilität,   Abenteuer,   Risikobereitschaft   und Experimente bevorzugt, die für den beruflichen Aufstieg unerlässlich sind.

Dr.  Tomas  Chamorro-Premuzic,  Geschäftsführer  von  Hogan  und  einer  der  einflussreichsten Vordenker weltweit für kulturelle Unterschiede in HR, sagt: „Jede Kultur braucht Führungskräfte, die   gutes   Urteilsvermögen,   technisches   Fachwissen,   Menschenkenntnis,   Integrität   und Selbstbewusstsein  mitbringen.  Allerdings  ändert  sich  die  relative  Bedeutung  jeder  einzelnen Dimension  ein  wenig  von  Kultur  zu  Kultur.  Zum  Beispiel  werden  bestimmte  Fähigkeiten der Menschen in Italien und Spanien mehr geschätzt als in Finnland oder Deutschland, aber das Gegenteil ist der Fall bei der technischen Kompetenz und so weiter.“

Nationale    und    kulturelle    Hintergründe    müssen    sich   nicht   unbedingt   direkt   auf   die Führungsqualität auswirken, aber Werte wirken sich auf die Kultur aus, die die Führungskraft innerhalb  einer  Organisation  etabliert.  Obwohl  Persönlichkeit  und  Führungsqualitäten wichtig sind, ist im Hinblick des Erfolges auch entscheidend, wie sich die Werte einer Führungskraft an den  Kernwerten  einer  Organisation  orientieren.  Für  das  perfekte  Anpassen  muss  beides gemessen  werden  –  gute  Führung  bedeutet  die  richtige  Persönlichkeit  am  richtigen  Ort  zu haben.

Die  Ergebnisse  von  Hogan,  die  diese  Unterschiede  aufzeigen,  sind  keineswegs  für  die Mitarbeiterauswahl oder das Labeling von Kollegen gedacht. Dr. Nigel Guenole, Senior Dozent und Forschungsdirektor am Institute of Management der University of London, kommentiert die Forschungsergebnisse:  „Führungskräfte  müssen  sich  dieser  Unterschiede  bewusst  sein,  um effizient  arbeiten  zu  können.  Die  Ergebnisse  haben  Auswirkungen  auf  alle  multikulturellen Teams.  Teammitglieder  aus  verschiedenen  Kulturen  können  unterschiedliche  Erwartungen gegenüber  einander  und  ihren  Führungskräften  haben.“  Diese  Ergebnisse  laden  uns  zum Nachdenken  über  die  Zusammenarbeit  in  internationalen  Teams  ein,  um  Missverständnisse aufgrund kultureller Unterschiede zu minimieren.

Über die Studie

In  der  vorliegenden  repräsentativen  Studie  verglich  Hogan  die  Ergebnisse  des  HPI  (Hogan Personality   Inventory,   das   die   Persönlichkeit   unter   normalen   und   idealen   Bedingungen beschreibt),   des   HDS   (Hogan   Development   Survey,   das   zur   Entdeckung   von   dunklen Persönlichkeitsmerkmalen  verwendet  wird,  die  zu  Unstimmigkeiten  führen  können)  und  des MVPI (Motives, Values, Preferences Inventory, welches die Werte beschreibt, die die einzelnen Personen  am Arbeitsplatz motivieren) von Führungskräften aus sieben Ländern – Frankreich, Großbritannien,  Dänemark,  Belgien,  Schweden und den Niederlande. Die Ergebnisse zeigen einige Unterschiede, die zum Nachdenken anregen und die die Grundlage für weitere Studien und Diskussionen über multikulturelle Teams bilden.

Über Hogan Assessments

Gegründet   1987   von   Drs.   Joyce   und   Robert   Hogan   ist   Hogan   seit   genau   30  Jahren  weltweit  führend  in

Persönlichkeits-Assessment  und  Führungskräfteentwicklung.  Die  ersten  Assessments  wurden  erstellt,  um  die

Persönlichkeit   für   den   geschäftlichen   Gebrauch   wissenschaftlich   zu   messen.   Dies   und   die      zahlreichen bemerkenswerten  Innovationen  haben  dazu  beigetragen,  dass  Hogan  in  der  akademischen  und  geschäftlichen Gemeinschaft auch heute noch anerkannt ist. Mit Produkten und Dienstleistungen in 56 Ländern und 47 Sprachen hat  sich  das,  was  als kleines Start-up begann, heute zum Branchenführer entwickelt, der mehr als die Hälfte der Fortune 500​bedient.

Mehr Infos: ​www.hoganassessments.com

Gelegenheit für Interviews: Zsolt Fehér, Geschäftsführer, Hogan Assessments

Zsolt  Fehér  ist  seit  20  Jahren  in  der  Personalberatung  tätig.  Er  hat  zahlreiche  Workshops  in  den  Bereichen

Unternehmensführung,  Personalentwicklung  und  -management  gehalten und über 100 Artikel zu diesem Thema

veröffentlicht.  Er  war  Geschäftsführer  von  Assessment Systems International, bevor er zum Geschäftsführer von

Hogan Assessments ernannt wurde.

Für weitere Informationen oder Interviewanfragen stehen wir Ihnen zur Verfügung:

Deborah Szepessy von Mitte Communications

MITTE Communications

Email: ​deborah@mittecomm.com

Web: ​http://mittecomm.com/

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