Der Arbeitsmarkt im März 2018: Weiterer Rückgang von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 29. März 2018

„Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzte sich auch im März fort: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weiter gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bleibt auf Wachstumskurs, und die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im März: -88.000 auf 2.458.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -204.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 88.000 auf 2.458.000 verringert. Der Rückgang war stärker als jahreszeitlich üblich. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den März daher ein Rückgang um 19.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 204.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 22.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im März 2018 auf 3.441.000 Personen. Das waren 232.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Februar auf 1,63 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,8 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 45.000 erhöht. Mit 44,32 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 618.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Dezember auf Januar saisonbereinigt um 89.000 zugenommen. Insgesamt waren im Januar nach hochgerechneten Angaben 32,47 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 762.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Im März waren 778.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 86.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 1.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – hat im Verhältnis zum Februar leicht um einen Punkt nachgegeben und liegt jetzt bei 251 Punkten. Der Vorjahreswert wird um 22 Punkte übertroffen.

Geldleistungen

Insgesamt 768.000 Personen erhielten im März 2018 Arbeitslosengeld, 49.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im März bei 4.260.000. Gegenüber März 2017 war dies ein Rückgang von 168.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2017 bis März 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 401.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 10.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 456.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 15.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten wurden bisher Stellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel, Verkäuferinnen und Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement, Industriekaufleute und Fachkräfte für Lagerlogistik gemeldet. Da sich erfahrungsgemäß in den nächsten Monaten sowohl bei Ausbildungsstellen als auch bewerberseitig noch einiges bewegen wird, sind im Augenblick fundierte Einschätzungen noch nicht möglich.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter http://statistik.arbeitsagentur.de.

Informationen zum Mediendienst der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.arbeitsagentur.media

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter www.twitter.com/bundesagentur

 


Eine Gesamtübersicht der bisher erschienenen Presseinformationen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter

http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Presse/Presseinformationen/index.htm

Autor:

Bundesagentur für Arbeit
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Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
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Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

Die besten Jobbörsen 2018 sind gekürt

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Gerhard Kenk

Die Champions League der besten Jobbörsen 2018

Nutzerbefragung Jobbörsen-Kompass kürt die besten Online-Jobbörsen in Deutschland – mehr als 30.000 Bewertungen als Basis
Mehr als 30.000 Jobsucher haben abgestimmt und die besten Jobbörsen 2018 gekürt. Das Ergebnis: Bei den Generalisten-Jobbörsen gewann StepStone, vor Indeed und XING. Bei den Spezialisten-Jobbörsen stehen die beiden Berufsstarter-Portale Staufenbiel und UNICUM an der Spitze, gefolgt von „Shooting Star“ mobileJob.com. Der Blue Collar Spezialist sprang von Rang 6 erstmals auf das Treppchen der besten drei Jobportale. Im Segment der Jobsuchmaschinen behaupteten indes Kimeta.de, Jobbörse.de und Jobrapido ihre Spitzenplatzierungen. Die Gewinner der renommierten Nutzerbefragung wurden am 22. März auf der TalentPro in München präsentiert.

Zufriedenheit der Jobsucher mit den Portalen ansteigend

Insgesamt wächst die Zufriedenheit der Nutzer von Online-Jobbörsen mit den Portalen. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 7 (sehr zufrieden) erreichten alle Anbieter eine durchschnittliche Bewertung von 4,52 – im Vorjahr lag der Wert noch bei 4,21. Ebenfalls hoch in der Gunst der Bewerber stehen Karrieremessen mit einem durchschnittlichen Zufriedenheitsgrad von 4,47. Einen schweren Stand haben indes Social Media Angebote, die im Mittel nur mit 3,69 bewertet wurden. Interessant sind zudem die Ergebnisse hinsichtlich der Weiterempfehlungsrate. Über alle Zielgruppenorientierungen hinweg erzielten dabei foodjobs.de, mobileJob.com und jobvector die höchste Zustimmung seitens der Kandidaten.

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Die Recruitingszene feiert auf dem Expofestival TALENTpro

Alexander Petsch

Der Puls der Recruitingszene schlug am 22. März 2018 in München. Dort hieß es „Bühne frei!“ für die erste Ausgabe des Expofestivals TALENTpro im Postpalast. Die Neugier auf das neuartige Konzept einer HR-Messe mit Festivalcharakter war groß: 1.305 Personalverantwortliche und Recruiter sowie 62 Aussteller trafen sich zu inspirierenden Vorträgen, spannenden Gesprächen und einer farbenfrohen Abschlussparty.

„Wir hatten noch nie eine Veranstaltung, für welche wir zwei Tage vor Beginn ein ‚Ausverkauft‘-Schild vor die Tür hängen mussten. Wenn man etwas zum ersten Mal macht und dann solch eine positive Resonanz hat – das ist fantastisch. Ich bin überwältigt. Es hat riesigen Spaß gemacht mit unseren Partnern, Ausstellern und den vielen Recruitern gemeinsam zu feiern“, sagte Alexander R. Petsch, CEO der Veranstalter boerding messe und HRM Research Institute.

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Stellenmarkt von meinestadt.de mit Innovationspreis ausgezeichnet

Größte Nutzerzufriedenheit für meinestadt.de im Jobbörsen-Kompass 2018

Über 1.500 Stellenbörsen und Karriereportale stehen Jobsuchenden in Deutschland zur Verfügung. Der Jobbörsen-Kompass von Crosswater Job Guide lässt die Nutzer abstimmen und zeichnet auf der Basis jährlich die besten Jobbörsen aus. meinestadt.de erhält den Innovationspreis für die konsequente Ausrichtung auf Mobile Recruiting.

Wolfgang Weber

Im Rahmen der diesjährigen TALENTpro wurde meinestadt.de mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. In der Begründung heißt es unter anderem, dass meinestadt.de „Jobsuche und Bewerbung stringent auf die Möglichkeiten des Mobilen Recruitings ausgerichtet hat und einen innovativen, zielgruppenadäquaten Ansatz der Bewerberansprache verfolgt“. meinestadt.de ist auf die Zielgruppe der nichtakademischen Fachkräfte spezialisiert. Beim Jobbörsen-Kompass 2018 erzielte meinestadt.de unter allen Generalisten die größte Zufriedenheitsquote mit durchschnittlich 5,22 Punkten. Potenzielle Bewerber konnten eine Einstufung zwischen 1 überhaupt nicht zufrieden bis 7 sehr zufrieden vornehmen. Gegenüber dem Vorjahr verbesserten die Jobbörsen insgesamt ihr Zufriedenheitsranking auf 4,52 (von 4,21 im Vorjahr).

„Die Auszeichnung freut uns sehr, weil sie die Zufriedenheit unserer Nutzer widerspiegelt und uns umso mehr motiviert, unsere Produkte weiter für Unternehmen und Bewerber zu optimieren“, so Wolfgang Weber, Geschäftsführer von meinestadt.de.

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Generationenmix: Das Beste

Der Generationenkampf in der Familie verliert immer mehr an Relevanz. Die aktuelle 17. Shell Jugendstudie (2015) bescheinigt Eltern und Kindern ein gutes Miteinander, 90 Prozent sind zufrieden mit dem Verhältnis zu ihren Eltern. Verschiedene Ansichten und Herangehensweisen der Generationen werden dafür in der Unternehmenskultur immer sichtbarer.

Wenn der Dinosaurier seinen Arbeitsplatz verlässt

Schwarz-Weiß-Fernseher, das frisierte Mofa als Statussymbol der Jugend und Discokugeln – wer dieses Lebensgefühl kennt, der gehört wahrscheinlich zur Generation der Baby-Boomer. Sie sind heute gern die ersten im Büro. Hier fühlen sie sich wohl, denn ihr Arbeitsfeld ist klar definiert. Tag für Tag arbeiten sie ihre Aufgaben ab und wenn es einmal länger dauert, bleiben sie auch gern. Der sichere Job und ein Stück Selbstaufgabe für den Beruf gehören für diese Generation dazu. Baby-Boomer identifizieren sich mit ihrem Arbeitgeber. Es besteht eine gewisse Dankbarkeit für das langjährige Angestelltenverhältnis und die damit gewonnene Sicherheit. Arbeitnehmer können auf diese Dinosaurier im Unternehmen (noch) zählen. Baby-Boomer schätzen einen entwicklungsorientierten und kooperativen Führungsstil, der sie Stück für Stück voranbringt und ihre Leistungen wertschätzt.

Aber nach und nach rücken weitere Generationen auf, die so ganz andere Vorstellungen von ihrer Arbeitswelt haben. Die Herausforderung in der Unternehmenskultur und der Personalpolitik ist es, die Erwartungen aller Generationen zu erfüllen und die Vorzüge jeder Generation abzuschöpfen. So kann der Generationenmix sinnvoll genutzt werden.

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Drei von vier Bürgern wollen Bildungsföderalismus abschaffen

Große Mehrheit für grundlegende Reformen in der Bildungspolitik

  • In der Schule sollten digitale Medien und Inhalte höheren Stellenwert genießen
  • Bitkom zeichnet weitere 16 Schulen als Smart Schools aus

Die große Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für tiefgreifende Reformen des deutschen Bildungswesens aus. Drei von vier Bürgern (73 Prozent) sind der Ansicht, dass für Bildungspolitik ausschließlich der Bund statt der Bundesländer verantwortlich sein sollte. Acht von zehn (79 Prozent) halten es in einer vernetzten Welt für nicht mehr zeitgemäß, dass jedes Bundesland ein eigenes Bildungssystem hat. Und neun von zehn (90 Prozent) meinen, dass der Bund die Möglichkeit bekommen sollte, Schulen finanziell zu unterstützen.

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Aktuelle Arbeitsmarkt-Umfrage: Fremdsprachen gehören in fast der Hälfte der deutschen Büros fest zum Arbeitsalltag

Willkommen, Bienvenue, Welcome

Frank Hensgens

44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nutzen in ihrem Beruf Fremdsprachen. Die bestimmende Fremdsprache in deutschen Büros ist Englisch, gefolgt von Französisch und Russisch. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Job-Seite Indeed, für die deutschlandweit 2.299 Arbeitnehmer befragt wurden. Demnach benötigen 97% der Befragten, die in ihrem Job Fremdsprachen benötigen dafür die englische Sprache, 19% die französische und 12% die russische. Aufstrebende Business-Sprachen neben Russisch sind Türkisch (8,5%) sowie Chinesisch mit einem Nutzungsgrad von immerhin noch 4,5%. Interessant zudem, wie häufig sich die Deutschen am Arbeitsplatz in anderen Sprachen als auf Deutsch verständigen: 29% tun dies täglich, weitere 35% mindestens 2 bis 3 Mal pro Woche.

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„Karriere heißt, sich über die eigene Motivation klar zu werden.“

Sissi Perlinger, VIP-Gast auf der women&work am 28. April, im exklusiven Interview

„Ich glaube ein wichtiger Punkt, bevor wir uns dazu entscheiden eine Karriere in Angriff zu nehmen, ist sich darüber klar zu werden, wo die Motivation dafür genau herkommt“, sagt Sissi Perlinger, Kaiserin der Comedy. Ist es die Berufung oder der tiefsitzende Wunsch, das Gefühl des nicht Genügens über Status zu kompensieren? Perlinger gibt zu, beide Motivationen verfolgt zu haben. Der Getriebenheit, die daraus resultierte, konnte sie jedoch nicht standhalten. Ein Burnout sowie ein anschließender radikaler Lebenswandel waren die Folgen, über die sie im Rahmen der women&work sprechen wird. Eine Anmeldung für women&work-Backstage ist noch bis zum 24. April möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

„Lebensdesign” lautet das Schwerpunktthema 2018 auf der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen. Mit diesem Thema wollen die Veranstalter der women&work in Zeiten des Wandels den Menschen in den Mittelpunkt rücken, der diese radikalen und bisweilen auch disruptiven Veränderungen bewältigen muss. Die Kernfrage lautet daher: „Wie kann der Mensch in veränderungsreichen Zeiten zum erfolgreichen Architekten seines Lebens werden?“

Weiterlesen: http://bit.ly/2DYvb6T

„Legal as a Service“- Die Zukunft der Rechtsabteilung

offline lesen

Wird die Rechtsabteilung der Businesspartner der Zukunft? Die internen Erwartungen an In-House-Juristen und das geforderte Leistungsspektrum werden immer umfangreicher. Dies bedeutet für die Rechtsexperten ein tiefgehendes Verständnis für die Unternehmensbelange insgesamt, neue Qualifikationen, und in erster Linie ein verändertes Selbstverständnis.

Die internen Anforderungen an Rechtsabteilungen sind enorm. Das Unternehmen fordert selbstverständlich die Vermeidung organschaftlicher Haftung, die Beratung in rechtlichen Fragen aller Art, aber inzwischen ebenso ein breites, umfassendes Risikomanagement. Und das selbstverständlich in hoher Qualität, proaktiv, schnellstmöglich und mit konkretem Mehrwert für den entsprechenden Bereich oder die gesamte Institution. Auch die Messung der Leistung mittels KPIs wird immer mehr Thema. Ebenso wie die Kostenexplosion in der Rechtsabteilung aufgrund der Vielzahl von Aufgaben.

Auf der anderen Seite ändern sich die externen Rahmenbedingungen, denen Rechtabteilungen unterliegen, laufend und seit einigen Jahren sehr massiv. Zunächst fallen meist die großen Schlagworte Regulierung und technologische Entwicklung, genauer die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Aber auch neue Geschäftsmodelle, die Internationalisierung der Organisationsstrukturen sowie die Frage nach den besten Köpfen am Markt spielen eine Rolle.

Interne Business Partner

Welche Anforderungen kommen also auf die Rechtsabteilungen zu? Das Management erwartet ein tiefgehendes Verständnis des operativen Geschäfts. Es geht nicht mehr nur darum, sich in einem aktuellen Fall von den Fachexperten über die einschlägigen Rechtsfragen informieren zu lassen und dann das Projekt zu übernehmen. Die Juristen sollen sich mit den Businesseinheiten insgesamt dauerhaft eng verzahnen, sich als Teil der Wertschöpfung des Unternehmens und damit in der Verantwortung sehen. Sie werden zu internen Businesspartnern.

Als strategischer Partner soll die Rechtsabteilung insbesondere potenzielle Risikofaktoren im Griff haben. Governance im Sinne einer präventiven Risikosteuerung wird ein zunehmender Teil des Aufgabenspektrums, und dabei sind Wissen um die Kontrollumgebung und die Bestimmung der Kontrollen essenziell.

Die strukturellen Veränderungen der Anforderungen sind vielfältig:

  • Klare Erarbeitung des Geschäftsauftrages
  • Übernahme der Governance-Verantwortung in der zweiten Linie
  • Proaktive Risikoidentifikation
  • Einbindung in die Steuerungslogik des Unternehmens
  • Spezialisierung entlang der Prozesskette, nicht entlang der fachlichen Gebiete
  • Prozessorientiertes Aktivitätenspektrum
  • Aufbau einer Digitalisierungsstrategie
  • Anbindung an den Datenpool des Unternehmens
  • Neuartige Wege der Kommunikation

Es ist nicht mehr oder weniger als ein Kulturwandel, den Unternehmen und andere Institutionen derzeit mit ihren Rechtsabteilungen vollziehen.

Ansprechpartner:

KPMG Law

Dr. Konstantin von Busekist

Partner Leiter Compliance, Governance & Organisation

Beendigung des Arbeitsvertrags durch Abschluss eines Geschäftsführervertrages

Beendigung des Arbeitsvertrags durch Abschluss eines Geschäftsführervertrages

Die Beendigung des Arbeitsvertrags durch Abschluss eines Geschäftsführervertrages ist immer wieder Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Insbesondere bei der Beendigung des Anstellungsverhältnisses mit dem Geschäftsführer aber auch bei Fragen zur Entgeltzahlung o.Ä. muss geklärt werden, ob es sich um ein Arbeitsverhältnis oder ein freies Dienstverhältnis handelt. Wenn der Geschäftsführer vorher schon als Arbeitnehmer bei dem Unternehmen beschäftigt war ist der alten Arbeitsvertrag manchmal ei Strohhalm, an dem man sich festhält. Es könnte ja sein, dass mit Beendigung das Geschäftsführervertrages das alte Arbeitsverhältnis wieder auflebt.

Bildnachweis: tiefpics / photocase.de

Beendigung des Arbeitsvertrags durch Abschluss eines Geschäftsführervertrages – LAG MV

Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn sich besondere Indizien aus den Umständen des Abschlusses des Geschäftsführervertrages ergeben. Diese muss der Geschäftsführer darlegen und beweisen. In dem Fall, den das LAG Mecklenburg-Vorpommern am 25.10.2017 (3 Sa 61/17) entschieden hat ging es -ganz grob – um Folgendes:

Der Betriebsleiter eines Landwirtschaftsbetriebs mit einem Gehalt von 3000 Euro stiegt auf zum Geschäftsführer. Es wurde ein Geschäftsführervertrag geschlossen. Er sollte weiterhin 3000 Euro Gehalt und darüber hinaus Weihnachtsgeld und Tantieme (wenn es gut läuft) bekommen. Im GF-Vertrag ist ausdrücklich geregelt, dass mit Abschluss des GF-Vertrages alle bisherigen Vertragsverhältnisse, insbesondere Arbeitsverhältnisse, enden sollen. So deutlich hat man es selten. Dem GF wurden 3 Kündigungen zugestellt, gegen die er sich beim Arbeitsgericht mit Kündigungsschutzklagen wehrte. Er erhob des Weiteren Zahlungsansprüche und das Unternehmen erhob Widerklage. Verfahrensrechtlich geschah Folgendes: Der Rechtsstreit wegen der Kündigungen bliebt beim Arbeitsgericht, während die Zahlungsklage und die Widerklage zum Landgericht verwiesen wurde.

In der Sache trug der Kläger vor, er habe dasselbe zu tun gehabt, wie als Betriebsleiter. Es habe sich nichts geändert. Der Arbeitsvertrag lebe wieder auf, nachdem der Geschäftsführervertrag gekündigt worden sei, denn der sei nur pro forma geschlossen worden. Er legt nicht dar, woraus sich das ergeben sollte.

Entscheidung

Dem stand nun der ganz klare Wortlaut des GF-Vertrages entgegen. Darin war geregelt, dass insbesondere Arbeitsverträge mit Abschluss des GF-Vertrages beendet werden sollten. Wie man bei diesem klaren Wortlaut zu der Ansicht gelangen sollte, dass etwas komplett anderes gemeint sein sollte, konnte der Kläger nicht darlegen und beweisen. Daher kam das Gericht zu dem Ergebnis, dass der Arbeitsvertrag beendet worden war.

Das wäre er im Übrigen nach der Rechtssprechung des BAG auch dann, wenn man es nicht so klar im -schriftlichen(!)- GF-Vertrag geregelt hätte. Wenn nicht andere Indizien auf das Gegenteil hindeuten, dann beendet ein schriftlicher GF-Vertrag ein bestehendes Arbeitsverhältnis.

Eine andere Frage ist, ob der GF-Vertrag selbst und das damit begründete Rechtsverhältnis von sich aus als Arbeitsverhältnis zu werten ist. Dazu hatte der Kläger jedoch nichts vorgetragen.

Arbeitnehmerbegriff

Er hatte vortragen und beweisen müssen, dass er  Arbeitnehmer ist. Arbeitnehmer ist, wer aufgrund eines Vertrages ggü. einem Anderen zur Leistung weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit verpflichtet ist. Dabei kommt es darauf an, dass der zur Leistung Verpflichtete persönlich abhängig ist. Das ist dann der Fall, wenn nach Weisungen hinsichtlich Zeit, Dauer, Ort und Art und Weise der Tätigkeit gearbeitet wird. Dabei werden sowohl der Vertrag als auch das tatsächlich Gelebte herangezogen. Es kommt immer auf die Gesamtumstände an und nicht auf einzelne Indizien. Eine gesetzliche Regelung dazu ist in § 611 a Abs. 1 BGB zu finden, in dem es heißt:

„Durch den Arbeitsvertrag wird der Arbeitnehmer im Dienste eines anderen zur Leistung weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit verpflichtet. Das Weisungsrecht kann Inhalt, Durchführung, Zeit und Ort der Tätigkeit betreffen. Weisungsgebunden ist, wer nicht im Wesentlichen frei seine Tätigkeit gestalten und seine Arbeitszeit bestimmen kann. Der Grad der persönlichen Abhängigkeit hängt dabei auch von der Eigenart der jeweiligen Tätigkeit ab. Für die Feststellung, ob ein Arbeitsvertrag vorliegt, ist eine Gesamtbetrachtung aller Umstände vorzunehmen. Zeigt die tatsächliche Durchführung des Vertragsverhältnisses, dass es sich um ein Arbeitsverhältnis handelt, kommt es auf die Bezeichnung im Vertrag nicht an.“
Quelle: BGB § 611a, beck-online

So richtig schlau wird man daraus leider auch nicht. Es kommt also nach wie vor immer auf die Prüfung des jeweiligen Falles an. Der GF im Fall, den das LAG MV zu beurteilen hatte, wäre besser beraten gewesen, wenn er ordentlich Butter bei die Fische gegeben hätte.

Über die Autorin:

Dr. Sandra Flämig ist Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Stuttgart.

Mehr Informationen vom Rechtsanwalt bekommen Sie hier:

Anwaltskanzlei Dr. Sandra Flämig – Rechtsanwältin  – Fachanwältin für Arbeitsrecht
Stockholmer Platz 1, 70173 Stuttgart
Tel.: + 49 711 35 108 34 – Fax: + 49 711 350 95 60
Email: flaemig@kanzlei-flaemig.deURL.: www.kanzlei-flaemig.de

Die Champions League der Online-Jobbörsen

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Gerhard Kenk

Nutzerbefragung Jobbörsen-Kompass kürt die besten Online-Jobbörsen in Deutschland – mehr als 30.000 Bewertungen als Basis

Bad Soden, März 2018. Mehr als 30.000 Jobsucher haben abgestimmt und die besten Jobbörsen 2018 gekürt. Das Ergebnis: Bei den Generalisten-Jobbörsen gewann StepStone, vor Indeed und XING. Bei den Spezialisten-Jobbörsen stehen die beiden Berufsstarter-Portale Staufenbiel und UNICUM an der Spitze, gefolgt von „Shooting Star“ mobileJob.com. Der Blue Collar Spezialist sprang von Rang 6 erstmals auf das Treppchen der besten drei Jobportale. Im Segment der Jobsuchmaschinen behaupteten indes Kimeta.de, Jobbörse.de und Jobrapido ihre Spitzenplatzierungen. Die Gewinner der renommierten Nutzerbefragung wurden am 22. März auf der TalentPro in München präsentiert.

Zufriedenheit der Jobsucher mit den Portalen ansteigend

Insgesamt wächst die Zufriedenheit der Nutzer von Online-Jobbörsen mit den Portalen. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 7 (sehr zufrieden) erreichten alle Anbieter eine durchschnittliche Bewertung von 4,52 – im Vorjahr lag der Wert noch bei 4,21. Ebenfalls hoch in der Gunst der Bewerber stehen Karrieremessen mit einem durchschnittlichen Zufriedenheitsgrad von 4,47. Einen schweren Stand haben indes Social Media Angebote, die im Mittel nur mit 3,69 bewertet wurden. Interessant sind zudem die Ergebnisse hinsichtlich der Weiterempfehlungsrate. Über alle Zielgruppenorientierungen hinweg erzielten dabei foodjobs.de, mobileJob.com und jobvector die höchste Zustimmung seitens der Kandidaten.

 

Als „Innovation des Jahres“ zeichnete die Jury des Jobbörsen-Kompass 2018 gleich zwei Jobbörsen aus, die sich in ihrem Zielgruppen-Ansatz ähneln und den Arbeitsmarkt-Trend zu einer verstärkten Ansprache gewerblicher Kandidaten bestätigen. Ausgezeichnet wurden mobileJob.com und meinestadt.de. Beide Anbieter konzentrieren sich neben der außerakademischen Zielgruppe konsequent auf mobiles Recruiting. Unter den Generalisten erzielte meinestadt.de eine hohe durchschnittliche Zufriedenheitsquote von 5,22. mobileJob.com erreichte indes eine starke Weiterempfehlungsrate von 98 Prozent, sowie einen Zufriedenheitswert von 5,56 und behauptete so auch seine Spitzenposition als Blue Collar Spezialist.

 

Mehr als 1.000 Jobbörsen in Deutschland sorgen für unübersichtliches Angebot

Nach wie vor boomen Jobbörsen als Recruiting-Kanal und zahlreiche Arbeitgeber versuchen den Durchblick zu behalten welche der mehr als 1.000 Online Jobbörsen in Deutschland die richtige für ihre Mitarbeitersuche ist. Derzeit verzeichnen die Portale jeden Monat rund 95 Millionen Besucher. Der Jobbörsen-Kompass verzeichnet Nutzer-Bewertungen für 1.074 Jobbörsen in Deutschland und deckt so fast das gesamte Spektrum des Marktes in Deutschland ab. Dabei werden zur Ermittlung der Ergebnisse vier wichtige Leistungsfaktoren berücksichtigt: Die Nutzerzufriedenheit, die Suchqualität, die Weiterempfehlungsrate sowie die erzielte Reichweite der einzelnen Jobbörsen. Das Bewerberurteil geht zu 80 Prozent, die Reichweite zu 20 Prozent in der Berechnung auf. Diese akribische Vorgehensweise unterscheidet die Nutzerbefragung von anderen Bewertungsportalen.

 

 

„Selten standen deutsche Arbeitgeber vor größeren Herausforderungen, was ihre Mitarbeitersuche betrifft: demografischer Wandel, Fachkräftemangel und zunehmend wählerische Kandidaten. Zu diesen schwierigen Rahmenbedingungen gesellt sich ein Dickicht an Online-Jobbörsen gehören – fast unmöglich hier den Überblick zu behalten. Der Jobbörsen-Kompass soll Licht in dieses Anbieter-Dunkel bringen.“, so Gerhard Kenk, Initiator der Jobbörsen-Kompass. „Arbeitgeber können anhand der Umfrage-Ergebnisse feststellen, welche Kandidaten-Profile in den einzelnen Jobbörsen vorkommen und wie diese Wunschkandidaten mit der jeweiligen Jobbörse zufrieden sind – und das komplett kostenlos unter www.jobboersen-kompass.de.“

 

 

 

Die Umfrage-Ergebnisse des Jobbörsen-Kompass im Überblick:

 

Generalisten-Jobbörsen

Platz 1: StepStone

Platz 2: Indeed

Platz 3: XING Stellenmarkt

 

Spezialisten-Jobbörsen

Platz 1: Staufenbiel Institut

Platz 2: UNICUM Karrierezentrum

Platz 3: mobileJob.com

 

Jobsuchmaschinen

Platz 1: Kimeta

Platz 2: Jobbörse.de

Platz 3: Jobrapido

 

Innovation des Jahres

mobileJob.com & meinestadt.de

 

Jobbörsen für das Berufsfeld IT

Platz 1: StepStone

Platz 2: Staufenbiel Institut

Platz 3: XING Stellenmarkt

 

Jobbörsen für das Berufsfeld Ingenieure

Platz 1: Staufenbiel

Platz 2: StepStone

Platz 3: XING Stellenmarkt

 

Zielgruppe Wirtschaftswissenschaften

Platz 1: StepStone

Platz 2: Staufenbiel Institut

Platz 3: XING Stellenmarkt

 

Jobbörsen für das Berufsfeld Naturwissenschaften

Platz 1: Staufenbiel

Platz 2: StepStone

Platz 3: T5-Karriereportal

 

Jobbörsen für Studenten, Absolventen und Young Professionals

Platz 1: Staufenbiel

Platz 2: UNICUM

Platz 3: ABSOLVENTA

 

Über den Jobbörsen-Kompass

Der Jobbörsen-Kompass ist ein Bewertungsportal für Online-Jobbörsen im Internet. Unter www.jobboersen-kompass.de bringen die hier gesammelten Kandidaten- und Arbeitgeber-Bewertungen Licht in das Dunkel der richtigen Jobbörsen-Auswahl für Arbeitgeber und Jobsucher. Angelegt als Dauerumfrage ist es das erklärte Ziel des Portals für mehr Transparenz in einem manchmal schwer überschaubaren Markt zu sorgen. Betreiber und Initiator des Jobbörsen-Kompass ist Crosswater-Job-Guide, eines der meist gelesenen HR-Fachportale im Internet. Die Teilnahme an diesen Umfragen dauert jeweils nicht länger als drei bis fünf Minuten und ist unter www.jobboersen-kompass.de/arbeitgeber-umfrage beziehungsweise www.jobboersen-kompass.de/bewerber-umfrage erreichbar.

 

 

Ansprechpartner für die Medien:

STAMMPLATZ Kommunikation

Sascha Theisen

Telefon 0221/34668237 oder 0175/2453512

E-Mail: theisen@stammplatz-kommunikation.de