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Tipps zur Vermeidung „sprachlicher Verrirungen“

Patricia Hinsen-RindVon Patricia Hinsen-Rind

 

Abhängig von Unternehmensschwerpunkt und Größe sind Investitionen in qualitativ hochwertiges Marketing sicher unterschiedlich, jedoch lohnt sich ein Vergewissern vor der Investition in Druck- und anderen Werbematerialien immer.  Wir haben hier einige „Grundregeln“ zur Vermeidung von offensichtlich falschen Formulierungen für Sie zusammengestellt.  Endgültige Sicherheit kann jedoch letztendlich nur durch Überprüfung durch Fachkräfte mit der entsprechenden sprachlichen und interkulturellen Kompetenz gegeben werden.

  • Vermeiden Sie die Nutzung von Übersetzungssoftware, wie z.B. Google Translator.  Amüsante Beispiele die ich selbst getestet habe sind:  „Ich flieg auf dich = I fly to you“ und „Verbessern Sie Ihre Leistung = They improve their performance“.  In beiden Fällen hat das Resultat nichts mit dem Original gemeinsam.
  • Unterschätzen Sie nie die Auswirkung interkultureller Gepflogenheiten.  Eines der lustigsten (für Aussenstehende) Marketing Desasters ist einer US Waschmittelfirma passiert.  Von links nach rechts (in Schriftrichtung für lateinische Schrift) wurden drei Bilder gezeigt, in folgender Abfolge:  Erstes Bild, links:  Ein Haufen schmutziger Wäsche.  Mitte:  Eine Abbildung des Waschmittels.  Letzes Bild:  Ein ordentlich gefalteter Stapel sauberer, gebügelter Wäsche.  Das Unglückliche an der Sache?  Die Werbung wurde in Ländern verwendet in denen Schrift nicht, wie in westlichen Ländern von links nach rechts gelesen wird, sondern von rechts nach links….
  • Wenn Sie englische Wörter in Ihrer Werbung oder in Bezeichnungen verwenden, lassen Sie Rechtschreibung und Sinn durch jemanden der die Sprache beherrscht überprüfen.  „Happy Nails“ = glückliche Nägel?  „Quatt“ anstelle von Quad (Deutsch = Quard)? „Save your Quality“  Retten Sie Ihre Qualität?  sind alles vermeidbare Peinlichkeiten.

 

Marketingtexte, Werbeslogans oder Wortspielereien sind selten in eine andere Sprache übersetzbar.  Dazu kommt, dass die meisten Übersetzer, auch solche mit hoher Sprachkompetenz, keine Marketingprofis sind.  Gute Beispiele sind:  „Zu Daim sagt keiner nein“, „Delial bräunt ideal“ oder der Slogan von ebay: 3 – 2 – 1: meins!.  Hier muss man sich in der Zielsprache eine andere, ganz neue Formulierung einfallen lassen.  Die wortwörtlichen Übersetzungen wären, besonders beim „ebay“ slogan, absolut sinnfrei.

Mehr Interessantes, Wissenswertes und Amüsantes über Sprache und Interkulturelles finden Sie in meinem Blog: http://englisch-nach-mass.de/blog

 

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