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Unternehmenskultur – Teil 5: Diversity – eine Bereicherung?

Von Patricia Hinsen-Rind

Diversity bereichert Organisationen.  Sie werden dadurch bunt und interessant.  Die effektive Zusammenarbeit von Mitarbeitern unterschiedlicher Herkunft und Geschlechts ist eine Bereicherung von erheblichem wirtschaftlichem Vorteil für das Unternehmen.  Wenn  Betriebe die Einzigartigkeit dieser Mitarbeiter würdigen und anerkennen, dann folgen gute Ergebnisse.

Erfolgreiche Strategien für Diversity Management:

Flexibilität

Unternehmen müssen flexibel werden. Schlagwörter wie Flexible Arbeitszeiten, mobiler Arbeitsort, Teil- oder Vollzeit, Job Sharing, Familienfreundlichkeit dürfen nicht nur Parolen sein.

Herkömmliche Muster werden zukünftig nicht mehr aufrechterhalten werden können. Die Wirtschaft kann es sich nicht mehr erlauben, bestimmte Mitarbeitergruppen, wie z.B. Eltern (nicht nur Mütter) durch Rigidität auszugrenzen.  Zur optimalen Nutzung dieser wertvollen Ressource müssen Arbeitszeit und  Arbeitsort flexibel sein.  Leistung darf nicht mehr durch Anwesenheit gemessen werden, sondern muss erfolgs- und ergebnisorientiert ermittelt werden.

Flexible Arbeitsmodelle wie Job Sharing werden unbedingt notwendig um Mitarbeiter anzuwerben und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Flexibilität kommuniziert Wertschätzung.  Nicht nur fördert das Loyalität gegenüber dem Unternehmen, es ist auch ein wertvolles Differenzierungsmerkmal gegenüber Mitbewerbern im Kampf um gute Mitarbeiter.

Bei der Personalentwicklung um die Ecke denken

Ältere Mitarbeiter werden oft übersehen.  Viele Unternehmen sehen Mitarbeiter ab 50 als „altes Eisen“ an.  Im Bereich Sprachtraining z.B. herrscht oft die Meinung, dass es sich „nicht mehr lohnt“ den Mitarbeiter weiter zu entwickeln.  Wenn der Mitarbeiter diese Kompetenz jedoch braucht um fachkundig zu arbeiten, dann ist das eine sehr kurzsichtige Einstellung.  Ein Mitarbeiter der noch 10, 5 oder 3 Jahre lang inkompetent erscheint weil ihm im Gespräch mit Kunden buchstäblich „die Worte fehlen“, kann dem Unternehmen einen Imageverlust bescheren der sehr lange nachwirkt.

Dabei bieten besonders „ältere“ Mitarbeiter einen erheblichen Mehrwert an Erfahrung und Reife für Unternehmen.  Gerade hier sollte Personalentwicklung ansetzen.

Ein Migrationshintergrund wird oft negativ gewertet.  Falsch!  Besonders Menschen aus anderen Ländern und Kulturen machen ein Unternehmen bunt.  Sie bringen der Organisation erhebliche Wettbewerbsvorteile weil sie andere Sichtweisen, andere Ideen haben.  Nicht zuletzt, im Zeitalter der Globalisierung kann es nur von Vorteil sein, wenn Internationalität auch im Unternehmen gelebt wird.  Sprachkompetenz ist leichter erlernbar als Fachkompetenz. Auch interkulturelle Kompetenz ist lernbar. Erfahrung jedoch kann nicht ersetzt werden.  Gut qualifizierte Einwanderer, auch Flüchtlinge, bergen enormes, oft unterschätztes, Potential.

Wichtig ist die Förderung von kulturellem Einfühlungsvermögen innerhalb der Organisation.  Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen und deren Eigenheiten und Charakteristiken zu begünstigen.  Das „Fremde“, „Ungewohnte“ nicht als „seltsam“ oder gar als „bedrohlich“ zu empfinden, sondern als interessant und nützlich.

Konkrete Angebote formulieren

Es darf nicht beim Konzept bleiben.  Viele Unternehmen entwickeln Konzepte die selten oder gar nicht umgesetzt werden.  Effektives Diversity Management beinhaltet konkrete Angebote, konkretes Handeln.  Nur so bringt Diversity wirklich Nutzen für alle Beteiligten.

Diversity muss alle Unternehmensbereiche einschließen.  Klare Ziele müssen definiert und zeitnah umgesetzt werden.  Organisationen müssen sich dauerhaft verändern um attraktiv zu bleiben.

Mehr Interessantes, Wissenswertes und Amüsantes über Sprache und Interkulturelles finden Sie in meinem Blog

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