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„Ohne Worte“ – Sprachlos sein… Teil 10: Fazit

Von Patricia Hinsen-Rind

„Man muss mit den Leuten reden können, ganz einfach“. Lee Iacocca

Schön wäre es, wenn Kommunikation immer gelingen würde.  Wenn es keine Fehler, Irrtümer oder Missverständnisse gäbe.  Es ist zwar nicht möglich, alle kommunikativen Hürden immer aus dem Weg zu räumen, es gibt jedoch einige Möglichkeiten um Kommunikation zu verbessern.

Eine Zusammenfassung dieser Artikelreihe:

Sorgen Sie für sichere, fachkundige Sprachkompetenz bei Mitarbeitern

Das nicht Gesagte ist oft von größerer Tragweite als das tatsächlich Gesprochene. Aussagen wie „ich komme schon irgendwie klar“ bzw. „unsere Mitarbeiter kriegen das schon irgendwie hin“ sind Fehleinschätzungen.  Ist das berufliche Ziel „klar zu kommen“ oder erfolgreich zu sein. Händeringende Kommunikationsversuche im geschäftlichen Gespräch können als fehlende Kompetenz gesehen werden. Das kann schwerwiegende Folgen haben.

Wie wollen Sie wahrgenommen werden? Wie sollen Ihre Mitarbeiter das Unternehmen darstellen? Wo ist hier Handlungsbedarf?  Wie kommen Sie klar?

Achten Sie auf das Unausgesprochene

Fehlende fremdsprachliche oder interkulturelle Kompetenzen sind vielen Mitarbeitern peinlich. Oft geben sie sich große Mühe mangelnde Kompetenzen zu verbergen. Dies kann in signifikanten finanziellen und Imageverlusten für Unternehmen resultieren.

Unterschätzen Sie niemals das „Interkulturelle“

Interkulturelle Faktoren spielen oft eine maßgebliche Rolle, obwohl sie nicht offensichtlich in Erscheinung treten.  Dies trifft nicht nur auf Geschäftspartner zu.  Wenn Mitarbeiter aus einem anderen Kulturkreis stammen muss cross-cultural competence im Unternehmen vorhanden sein.

Nur 50% von international eingesetzen Mitarbeitern verfügen über ausreichende Sprachkenntnisse (Studie vom Frühjahr 2014)

Die Englischkenntnisse vieler Mitarbeiter reichen für den Job nicht aus. Daraus ergeben sich Fehlinformationen die in einer „stillen Post“ der unerwünschten Art resultieren.

Die Studie finden Sie hier:

Fremdsprachenkompetenz zu erwerben benötigt Zeit

Die erforderlichen sprachlichen Voraussetzungen sollten anhand der anstehenden Aufgaben definiert werden.  Wenn der neue Job also komplizierte Präsentationen und knifflige Verhandlungen beinhaltet, dann ist der Ziellevel ein anderer als ein Job der lediglich Routinegespräche erfordert.

Der notwendige Zeitraum um eine Fremdsprache zu erlernen hängt vom Ausgangslevel und von der individuellen Zielsetzung ab.  Wichtig sind ein klar festgestellter Ausgangslevel und ein klar definierter Ziellevel.  In keinem Fall ist es ein schneller, kurzfristiger Prozess.

Eine gute Grundlage zur Messung von Sprachkompetenz ist die weltweit gültige Skala des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER).  Mit Hilfe des GER werden Sprachkompetenzen verständlich und transparent dargestellt.  Dadurch sind Lernziele klar definierbar und Lernfortschritte messbar und übersichtlich.

Infos zum GER finden Sie hier: 

Qualifizieren Sie Ihre Mitarbeiter für anstehende Aufgaben

Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter stetig weiterqualifizieren.  Sie brauchen eine funktionierende Eignungsdiagnostik bzw. Potenzialbewertung ihrer Mitarbeiter mit Bezug auf deren Aufgaben. Wichtig ist auch ein Bewertungssystem, das Rückmeldungen über das jeweils erlernte Wissen und dessen Anwendung gibt.  Dadurch erfährt die Geschäftsführung nicht nur wie teuer die Weiterqualifizierungen tatsächlich sind, sondern auch welche Vorteile dem Unternehmen daraus entstehen.

„Personalentwicklung ist für ein Unternehmen überlebenswichtig, denn die Qualität der Mitarbeiter ist für den Unternehmenserfolg entscheidend“ (DGFP).

Communicative Language Training (CLT) fördert effektives Lernen

CLT fokussiert nicht, wie traditionelle Lehrmethoden, auf das isolierte Erlernen von Sprachsystemen (wie Vokabular und Grammatik), auch als „Pauken“ berüchtigt, sondern legt den Schwerpunkt darauf, die Anwendung dieser Systeme in realer, praktischer, Kommunikation zu vermitteln.

Gute Führungskräfte fallen nicht vom Himmel

Oft wird der fachlich Kompetenteste Führungskraft. Das Resultat ist häufig ein Desaster: Das Unternehmen verliert seine beste Fachkraft und die Mitarbeiter werden unzufrieden oder noch schlimmer – drangsaliert.

Studien sagen, dass allein in Deutschland etwa 400 Milliarden Euro/Jahr durch schlechte und inkompetente Führung verloren gehen.

Es liegt in der Verantwortung der Unternehmen, die Menschen, die Führungskräfte werden oder werden sollen, entsprechend zu fördern und weiter zu bilden.  Ihnen zu ermöglichen, wirklich Führen zu können, Vorbilder zu sein.  Die auch ihren Mitarbeitern Chancen und Möglichkeiten aufzeigen.  Dadurch entstehen zufriedene, produktive Mitarbeiter, die loyal zum Unternehmen sind und dieses vorwärts bringen.

Gute Führungskräfte entstehen nicht aus dem Nichts.  Kompetente Ausübung der für gute Führung notwendigen sozialen Prozesse erfordert Arbeit, Training und Erfahrung.  Unternehmen müssen sicherstellen, dass Führungkräfte wirklich führen können!

Mehr Interessantes, Wissenswertes und Amüsantes über Sprache und Interkulturelles finden Sie in meinem Blog

Über den Autor:

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