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„Ohne Worte“ – Sprachlos sein… Teil 8: Gute Führungskräfte fallen nicht vom Himmel

Von Patricia Hinsen-Rind

„Wenn Führungskräfte lediglich so tun als ob sie führen, werden Mitarbeiter so tun als ob sie arbeiten“. Axel Salzsieder

Der „Schreckenssatz“:  „Wir setzen Kompetenz X voraus“, bezieht sich leider nicht nur auf Sprachkompetenz, er wird sehr oft auch in Bezug auf Führung geäußert.

In vielen Unternehmen, ob Konzern, Mittelständler, Behörde oder Handwerksbetrieb, werden fachlich kompetente Mitarbeiter durch Beförderungen ausgezeichnet.  Das ist eigentlich eine gute Sache.  Jemand leistet erstklassige Arbeit und wird dafür belohnt.  Nur, dann hat man meistens eine sehr gute Fachkraft, die zwar fachlich top ist aber wenig oder nichts von Führung versteht.  Diese Situation ist genauso problematisch wie mangelnde sprachliche Kompetenz.

Die jeweilige Kompetenz wird „einfach vorausgesetzt“. Aber, wie soll das funktionieren?  Ein Vergleich wäre dieser:

Man stelle sich ein Sicherheitsunternehmen vor, dessen Mitarbeiter eventuell von der Schusswaffe Gebrauch machen müssen.  Würde dieses Unternehmen einem Mitarbeiter einfach eine Waffe in die Hand drücken mit der Aussage:  „Wir setzen voraus, dass Sie schießen können“?  Natürlich nicht!  Der Vergleich scheint ja geradezu lächerlich.  Aber, Mitarbeiter, denen wichtige Kompetenzen fehlen, können genauso „gefährlich“ für Unternehmen sein wie solche, die nicht an der Waffe ausgebildet sind und trotzdem eine Pistole im Gürtelhalfter tragen.

So ist es leider, der fachlich Kompetenteste wird in aller Regel Führungskraft. Womit dann das Desaster seinen Lauf nimmt: Das Unternehmen verliert seine beste Fachkraft und die Mitarbeiter werden unzufrieden oder noch schlimmer – drangsaliert.

Studien sagen, dass allein in Deutschland etwa 400 Milliarden Euro/Jahr durch schlechte und inkompetente Führung verloren gehen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass schlechte Führungskräfte in der Regel auch noch beratungsresistent sind.  Denn, genau das ist oft die Konsequenz einer fehlenden Ausbildung.  Der Blick für die eigenen Schwächen fehlt, weil kein Impuls für eine Weiterentwicklung gegeben wird.

Es liegt in der Verantwortung der Unternehmen, die Menschen die Führungskräfte werden oder werden sollen, entsprechend zu fördern und weiter zu bilden.  Ihnen zu ermöglichen, wirklich Führen zu können, Vorbilder zu sein, auf die das Unternehmen stolz sein kann.  Die auch ihren Mitarbeitern Chancen und Möglichkeiten aufzeigen.  Dadurch entstehen zufriedene, produktive Mitarbeiter, die Unternehmen vorwärts bringen.

Auch hier gilt:  „Personalentwicklung ist für ein Unternehmen überlebenswichtig, denn die Qualität der Mitarbeiter ist für den Unternehmenserfolg entscheidend“ (DGFP).  Denn, kompetente Mitarbeiter und effektive Führungskräfte fallen nicht vom Himmel.  Sie sind das Resultat stetiger Diagnostik, Potentialanalyse und Weiterbildung.

Mehr Interessantes, Wissenswertes und Amüsantes über Sprache und Interkulturelles finden Sie in meinem Blog

Über den Autor:

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