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Steuerberatung über Facebook, Twitter & Co. – Interview mit Steuerberater Daniel Ritz

Susanne Pannenbäcker - DIE KANZLEIAGENTUR - München

Von Frau Susanne Pannenbäcker, Kanzleiagentur München

Daniel Ritz ist junger Steuberater, der mit seiner Kanzlei gezielt auf das Social Media Marketing setzt. Social Media Marketing für Steuerkanzleien ist momentan in aller Munde. Viele Kanzleien stellen sich die Frage, ist das sinnvoll oder nicht?!

 

In dem nachfolgenden Interview berichtet Herr Ritz über seine Erfahrungen zum Thema Social Media Marketing.

 

Herr Ritz, Sie betreiben aktives Social Media Marketing (SMM) für Ihre Kanzlei. Wie ist es dazu gekommen?

Als junger Berater bin ich mit den sozialen Medien und auch mit dem Bewusstsein, dort Informationen zu finden, groß geworden. Wenn ich heute einen Dienstleister oder die Lösung eines Problems suche, ist die erste Anlaufstelle Google. Von daher war es für mich klar, mich und meine Kanzlei im Internet optimal darzustellen. Dazu gehörte natürlich auch ein Auftritt in den sozialen Medien.

Welche Social Media Plattformen nutzen Sie und warum?

Facebook ist meines Erachtens die größte und interessanteste Plattform. Jeder Unternehmer, der sich nach außen optimal präsentieren möchte, sollte hier vertreten sein.

Googleplus – alles was ich hier online stelle, geht direkt in die Indexierung von Google. Google ist DIE Suchmaschine in Deutschland und insofern unverzichtbar.

Twitter – kurze Nachrichten, große Reichweite. Relativ wenig Aufwand mit großer Wirkung.

Xing – Adressaten sind ganz klar Geschäftsleute bzw. die Sprache ist auf den geschäftlichen Bereich ausgerichtet.

Haben Sie im Bereich Social Media Marketing schon einmal negative Erfahrungen gemacht? Falls ja, wie sind Sie damit umgegangen?

Bis dato nicht, ganz im Gegenteil. Sowohl Mandanten als auch Beraterkollegen vor Ort gratulieren mir zu meinem tollen Auftritt.

Worin liegt Ihrer Meinung der Unterschied zwischen klassischen Business-Portalen wie Xing, LinkedIN zu Facebook, Twitter und Co?

Die Gemeinde auf Facebook, Twitter & Co. ist größer und eine ganz andere. Während auf Xing meines Erachtens eher die Leute suchen, die im Moment einen direkten Bedarf haben, kann ich über Facebook und Co. auf lange Sicht Mandanten gewinnen, da diese bei einem späteren Bedarf eher an mich denken, wenn ich sie über längere Zeit hinweg mit Informationen bediene. „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Wie ich bereits sage: die Portale bieten unterschiedliche Zielgruppen sowie unterschiedliche Ansprachen. Vom Grunde her haben aber alle den gleichen Zielgedanken.

Viele Ihrer Kollegen scheuen den Auftritt auf Facebook mit der Begründung, diese Plattform ziele zu sehr auf die Privatsphäre ab. Wie sehen Sie das?

Diese Aussage kann ich für mich persönlich nicht bestätigen. Nach Google ist Facebook die zweitgrößte „Suchmaschine“ in Deutschland. Nutzer von Facebook gehen hier aktiv zum sogenannten „Pull-Marketing“ über. Das bedeutet, sie „liken“ die Seiten bzw. Inhalte, die sie interessieren und holen sich somit aktiv die Informationen ein. Anders als bei einer Flyer-Streu-Aktion, bei der die Informationen ohne Bedarf zum Kunden/Mandanten kommen. Natürlich gilt es strikt, das private Profil und die Unternehmensseite zu trennen, jedoch finde ich es auch wichtig, hin und wieder auf der Unternehmensseite etwas Persönliches zu veröffentlichen.

Geschäfte werden nach wie vor zwischen Menschen gemacht und gerade in der Steuerberatung spielt das Thema Vertrauen eine entscheidende Rolle.

Wie viel Zeit wenden Sie wöchentlich für Ihre Social Media Aktivitäten auf?

Pro Woche kann man sicher von vier bis sechs Stunden ausgehen. Hier sind die Tätigkeiten auf meiner Website (News online stellen, Newsletter versenden etc.) aber bereits mit eingerechnet. Diese News sind allerdings auch die Basis für viele meiner Social Media Aktivitäten.

Worin sehen Sie die Vorteile des Social Media Marketings in Relation zu den „klassischen Marketingaktivitäten“ für Steuerberatungskanzleien?

Ich kann mich hier als Steuerberater innovativ und modern präsentieren und somit dem oftmals abschreckenden Bild des verstaubten „Zahlenschubsers“ entgehen. Darüber hinaus kann ich tiefere Einblicke in die Arbeit einer Steuerkanzlei gewähren und das wiederum macht meine Arbeit ein Stück weit menschlicher.

Über Steuerberater Daniel Ritz

Daniel Ritz ist  Inhaber der Kanzlei Daniel Ritz in Abensberg. Über den praktischen Weg vom Steuerfachangestellten über den Steuerfachwirt hat Herr Ritz in 2015 das Steuerberaterexamen erfolgreich absolviert und startete sodann mit seiner eigenen Kanzlei in die Selbständigkeit.

Weitergehende Informationen über www.steuerberater-ritz.de

Logo Daniel-Ritz

Das Interview mit Herrn Ritz wurde per Mail geführt.

Über den Autor:

Frau Susanne Pannenbäcker

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